WISSENSWERTES

Bienen und andere Bestäubungsinsekten sind unverzichbar für

unser Ökosystem.

Rund 90 Prozent der Pflanzenarten sind auf Insektenbestäubung

angewiesen, und etwa ein Drittel der weltweiten

Nahrungsmittelproduktion hängt von ihnen ab.

Ohne Bienen hätte das gravierende Folgen für Pflanzenvielfalt

und unsere Versorgung mit Lebensmitteln.

Bienen sind für uns von enormer Bedeutung, da sie zahlreiche Agrarpflanzen bestäuben.   Ihr wirtschaftlicher Nutzen wird weltweit auf rund 265 Milliarden Euro geschätzt (Stand 2015), eine beeindruckende Zahl, die in der Öffentlichkeit jedoch oft kaum bekannt ist.

Die Situation von Bienen und anderen Bestäubern in Europa und weltweit

Die KöniginDie Arbeiterin In jedem Bienenvolk gibt es nur eine Königin, die allein für die Eiablage und damit für das Überleben des Volkes zuständig ist. Neue Königinnen wachsen aus befruchteten Eiern in speziellen Weiselzellen heran und schlüpfen nach 16 Tagen.   Nach ein bis zwei Wochen fliegen sie aus, um sich mit mehreren Drohnen zu paaren, auch aus fremden Völkern, was das Volk stärker macht. Danach beginnt die Königin, bis zu 2000 Eier pro Tag zu legen.   Sie lebt höchstens fünf Jahre, wird aber oft früher ersetzt. In der Schwarmzeit verlässt die alte Koenigin mit vielen Bienen den Stock, um ein neues Volk zu gründen.
Die Arbeiterin Die meisten Bienen eines Volkes sind weibliche Arbeiterinnen. Sie schlüpfen nach 21 Tagen aus befruchteten Eiern und beginnen sofort mit ihrer Arbeit. Je nach Alter übernehmen sie unterschiedliche Aufgaben: Zuerst reinigen sie die Wabenzellen, dann füttern sie Larven und die Königin und helfen später beim Wabenbau. Anschliessend schützen sie als Wächterinnen den Stock, bevor sie den Rest ihres Lebens draussen Nektar, Pollen und Wasser sammeln und Honig herstellen. Sommerbienen leben nur etwa 4–8 Wochen, während im Herbst geborene Winterbienen dank grösserer Energiereserven bis zu 6 Monate alt werden. Trotz allem ist ihr Leben gefährlich und kann durch Krankheiten, Nahrungsmangel oder Feinde früher enden.
Die Drohne Neben den vielen Arbeiterinnen leben in jedem Bienenvolk auch einige Hundert männliche Bienen, die Drohnen. Sie schlüpfen im Frühsommer nach 24 Tagen aus unbefruchteten Eiern – eine Fortpflanzungsform, die Jungfernzeugung genannt wird. Drohnen haben nur eine Aufgabe: die Begattung junger Königinnen. Bis sie nach etwa 10–14 Tagen geschlechtsreif sind, werden sie von den Arbeiterinnen versorgt. Danach fliegen sie aus, paaren sich während der Hochzeitsflüge und sterben anschliessend. Drohnen, die den Sommer überleben, werden im Herbst aus dem Stock vertrieben und sterben ebenfalls.
Das Bienenvolk Ein Bienenvolk funktioniert wie ein einziger, komplexer Organismus, in dem jedes Tier eine feste Aufgabe hat. Allein können Arbeiterinnen, Königin oder Drohnen nicht überleben. Das Zusammenleben wird durch Pheromone gesteuert und reagiert empfindlich auf äussere Einfluesse. Auf seinem Höhepunkt Anfang Juni kann ein starkes Volk aus rund 60.000 Arbeiterinnen, 2000 Drohnen, etwa 40.000 Brutzellen und einer Königin bestehen.